Glasmontagegeräte im Vergleich

September 07, 2015
glasoberland_admin

glass machineNeuere Bautrends haben vor allem Eines gemeinsam: Glasflächen werden immer grösser, unregelmässiger und sind an Orten Platziert, von denen man vor 100 Jahren nur hätte träumen können. Trotzdem hat man bei jedem Gebäude das Bedürfnis, eine gute Wärmedämmung zu haben. Das ist nicht nur aus Gründen des Umweltschutzes wichtig – auch die Elektrizitäts- oder Heizungsrechnung verursacht damit nicht denselben Schockeffekt.
Dreifachverglasungen sind damit alltäglich geworden. Und „dreifach“ heisst für die Glasmontage vor allem, dass das Gewicht der Glasscheiben heute wesentlich grösser ist, als noch vor einigen Jahren.

Das bedeutet, dass das Glas mit ausgeklügelten Maschinen gehoben und millimetergenau platziert werden muss. Und da diese Scheiben über eine Tonne wiegen können, müssen diese Maschinen ein Gegengewicht bieten, um das Gleichgewicht halten zu können. Solche Glasmontagegeräte, mit denen grosse Fensterfronten angehoben und eingebaut werden können, sind beispielsweise Glasroboter, Glasmontagelifte und Maschinen der Gl-V-Serie. Im Folgenden gehen wir auf diese und deren Vor- und Nachteile etwas näher ein.

1. Glasroboter

Glasroboter bestehen im Normalfall aus einer Vakuumsauganlage mit Saugtellern zum Festhalten der Glasflächen, einem um 360 Grad drehbaren, um 180 Grad schwenkbaren sowie nach oben und unten kippbarem Liftkopf und einem Hebekran. Alle Funktionen sind aus der Ferne steuerbar, was den Einbau der Fensterflächen mit lediglich 1-2 Mitarbeitern möglich macht.
Der grösste Unterschied zwischen verschiedenen Glasrobotern besteht üblicherweise bei der maximalen Hebekapazität sowie der Höhe, in welche der Kran die Glasplatten heben kann. Auch in Sachen Dreh- und Schwenkbarkeit der Liftköpfe können sich die Maschinen unterscheiden. Daher ist es wichtig, für den Einbau den richtigen Glasroboter zu wählen, der sowohl das Gewicht stemmen, die Höhe erreichen wie auch die benötigte Flexibilität bietet.

Vorteile:

Die Vorteile bestehen hier ganz klar darin, dass Glasflächen mit einem Minimum von Mitarbeitern eingebaut werden können. Das erleichtert die Arbeit, ist effizienter und natürlich kostengünstiger.

Nachteile:

Bei Glasrobotern handelt es sich um Maschinen, die im Vorfeld aufgeladen werden müssen und eine begrenzte Akkureichweite haben. Das Aufladen darf daher nicht vergessen werden, und die Maschine ist zudem nur für eine begrenzte Zeit einsetzbar. Zudem benötigt man für den Einbau von Glasflächen per Fernsteuerung natürlich Erfahrung und Fingerspitzengefühl. Die Mitarbeiter, die den Glasroboter bedienen, müssen folglich in dessen Bedienung geschult und erfahren sein. Zudem ist die Traglast in den meisten Fällen auf maximal 500kg beschränkt.

2. Glasmontagelifte

Im Gegensatz zu Glasrobotern können Glasmontagelifte auch von Hand bedient werden. Sie bestehen üblicherweise aus einem Montagelift zum Heben der Glasflächen und einer Glassauger-Traverse zum Festhalten des Materials. Es sind diese Montagelifte, mit denen grössere Gewichte gehoben werden können: nämlich bis zu ca 800kg oder 1000kg. Insbesondere bei schwereren Gewichten ist häufig nur ein Handbetrieb möglich.
Wenn Glasflächen schwerer als 800 oder 1000kg sind, dann empfiehlt es sich, zwei Heber über eine Traverse zu verbinden und die Scheibe damit anzuheben. Allerdings ist das Drehen dann ein Problem. Falls eine Scheibe auch gekippt oder gedreht werden muss, dann muss deswegen oftmals ein Spezialgerät verwendet werden.

Vorteile:

Glasmontagelifte können im Gegensatz zu Glasrobotern auch von Hand bedient werden und grössere Lasten heben.

Nachteile:

Bei einer Bedienung von Hand ist es üblicherweise so, dass mehr als nur 2 Mitarbeiter für das Heben und Positionieren benötigt werden. Das ist natürlich im Endeffekt teurer und weniger effizient, jedoch bei wirklich schweren Glasflächen nicht vermeidbar.

3. GL-V Geräte

GL-V Geräte sind mobile Multifunktionsgeräte zum Heben, Transportieren und millimetergenauen Installieren von Glasflächen. Diese wird mit zwei unabhängigen Vakuumkreisen festgehalten und über einen Hebearm angehoben und positioniert. Mit diesem Gerät können Glasplatten in Bodennähe verlegt und Lasten bis zu 300kg gehoben werden.

Vorteile:

Dieses Gerät hat sehr feinfülige Bedienelemente, wodurch es ein Leichtes ist, Glasflächen millimetergenau zu positionieren.

Nachteile:

Die Hebereichweite ist beim GL-V gering. Deswegen sollte bei grossen Höhen entweder auf einen Glasroboter oder auf einen Glasmontagelift ausgewichen werden.
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